{"id":370,"date":"2020-05-07T10:50:45","date_gmt":"2020-05-07T08:50:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.heimat-und-transformation.de\/?page_id=370"},"modified":"2021-06-02T09:55:13","modified_gmt":"2021-06-02T07:55:13","slug":"workshop","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.heimat-und-transformation.de\/en\/veranstaltungen\/workshop\/","title":{"rendered":"Workshop"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Transformation von unten<\/strong>. <\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Neue Perspektiven auf den Vereinigungsprozess<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size\">Online-Workshop am <strong>Donnerstag, 22. April 2021 und Freitag, 23. April 2021<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.hsozkult.de\/conferencereport\/id\/tagungsberichte-8957\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Tagungsbericht auf H\/SOZ\/KULT<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>30 Jahre nach der Erreichung der staatlichen Einheit Deutschlands steht die Auseinandersetzung mit den Prozessen der Einheit und der damit verbundenen umfassenden Transformation von Wirtschaft, Medien, Gesellschaft und Staat auf der Tagesordnung. In den gegenw\u00e4rtigen politischen Debatten wird hierzu ein Thema diskutiert, das in den letzten Jahren in den Hintergrund geraten war. Bereits \u00fcberwunden geglaubte Argumente werden wieder virulent: das Gef\u00fchl der Benachteiligung, \u201eB\u00fcrger zweiter Klasse\u201c zu sein, die Frage der Identit\u00e4t und Lebensleistung, nicht ausreichend beteiligt (gewesen) zu sein; Wahrnehmungen, wie sie in den 1990er Jahren verbreitet waren, werden erneut ge\u00e4u\u00dfert. Vieles von dem, was heute aufbricht, wurde vor 25 bis 30 Jahren unter- oder falsch bewertet, in der Hektik des Umbruchs missachtet, \u00fcberdeckt durch allzu viele Herausforderungen, Verhei\u00dfungen und M\u00f6glichkeiten. Damit r\u00fcckt die Transformationsphase der ersten H\u00e4lfte der 1990er Jahre in den Blickpunkt: eine Phase des radikalen und in kurzer Zeit umgesetzten kompletten Strukturwandels in Staat, Wirtschaft, Medien und Gesellschaft, der Umw\u00e4lzung des Alltags, dem die ostdeutsche Bev\u00f6lkerung mit schmerzhaften Erfahrungen ausgesetzt war.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Aufarbeitung dieser Phase wird allenthalben gefordert. Damit soll einer konstatierten Spaltung der Gesellschaft entgegengewirkt werden. Wie deutlich Erfahrungen der 1990er Jahre und heutige Stimmungslagen in einem kausalen Zusammenhang stehen, ist nicht leicht zu beantworten. Dass Prozesse wie die massiven Umbr\u00fcche der 1990er Jahre nachhaltige Wirkungen in gesellschaftlicher und politischer Hinsicht zeitigen, ist jedoch unstrittig. Umso wichtiger ist es, die Jahre der Transformation jenseits polarisierter Narrative (\u201eErfolg\u201c versus \u201eMisserfolg\u201c) wissenschaftlich zu untersuchen. Dabei lassen sich unterschiedliche Perspektiven einnehmen: soziologische, sozialpsychologische, zeitgeschichtliche, medienwissenschaftliche, medienhistorische, \u00f6konomische, um nur einige zu nennen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Workshop setzt sich zum Ziel, einen Teil dieser Perspektiven in einen interdisziplin\u00e4ren Dialog treten zu lassen. Damit soll ein fruchtbarer Austausch unterschiedlicher Methoden und Zugriffe erm\u00f6glicht werden.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Inhalte<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Ein zentrales Problem in der Erforschung der Transformationsphase ist die Frage nach der Partizipation: Wie weit wurden die jeweils Betroffenen an Entscheidungen \u00fcber ihre Zukunft beteiligt? Welche Mitbestimmungs- und Mitwirkungsm\u00f6glichkeiten boten sich, welchen Einfluss konnten sie geltend machen? 30 Jahre nach dem Mauerfall stellen sich unbeantwortete, verdr\u00e4ngte Fragen neu. Umbr\u00fcche und Ver\u00e4nderungen des Alltags, Verluste und Sinnsuche, Kontinuit\u00e4ten und Br\u00fcche von Tradition und Sozialisation, Euphorie und (allzu schnell) entt\u00e4uschte Hoffnungen sind neu zu bewerten und einzuordnen. Dieser historische Umbruchsprozess ist ein noch nicht ausgesch\u00f6pfter Fundus der Mentalit\u00e4ts-, Medien- und Politik-Geschichte, des kollektiven kulturellen Ged\u00e4chtnisses.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Fragen wird die Tagung aus verschiedenen fachwissenschaftlichen Perspektiven und auf verschiedenen Ebenen in den Blick nehmen. Es geht um Erwartungen, Wahrnehmungen, Entt\u00e4uschungen \u2013 die emotionale Dimension muss in die Erz\u00e4hlung der Geschichte der Einheit einflie\u00dfen, andernfalls bleiben m\u00f6gliche, sich heute zeigende Folgen unverst\u00e4ndlich.<\/p>\n\n\n<p><!--\n<\/p>\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n--><\/p>\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Programm<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Donnerstag, 22. April 2021, 16.00 &#8211; 18.30 Uhr<\/h5>\n\n\n\n<p><strong>16.00 \u2013 16.30 Uhr Begr\u00fc\u00dfung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Judith Kretzschmar\/R\u00fcdiger Steinmetz\/Detlev Brunner: Vorstellung des Themas und der veranstaltenden Einrichtungen<\/p>\n\n\n\n<p><strong>16.30 \u2013 17.30 Uhr Vortrag und Diskussion<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Judith Kretzschmar\/R\u00fcdiger Steinmetz (Leipzig): Abbruch. Umbruch. Aufbruch. Transformationsprozesse in lokalen Fernsehprogrammen Sachsens (1990-1995)<\/p>\n\n\n\n<p><em>17.30 &#8211; 17.45 Uhr Pause<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>17.45 \u2013 18.30 Uhr Vortrag und Diskussion<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mandy Tr\u00f6ger (M\u00fcnchen): 30 Jahre Medienwende: Wie medienpolitische Lobbyarbeit westdeutscher Verlage die Transformation der DDR-Presselandschaft beeinflusste<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Freitag, 23. April 2021, 11.00 &#8211; 14.15 Uhr<\/h5>\n\n\n\n<p><strong>11.00 \u2013 11.15 Uhr Begr\u00fc\u00dfung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Judith Kretzschmar\/R\u00fcdiger Steinmetz\/Detlev Brunner: Kurzvorstellung der veranstaltenden Einrichtungen<\/p>\n\n\n\n<p><strong>11.15 \u2013 12.00 Uhr Vortrag und Diskussion <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Detlev Brunner: Einfluss ohne Mitbestimmung? Gewerkschaftliches Handeln in der Transformationsphase der 1990er Jahre<\/p>\n\n\n\n<p><em>12.00 &#8211; 12.10 Uhr Pause<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>12.10<strong> \u2013<\/strong><\/strong> <strong>12.55 Uhr Vortrag und Diskussion<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Jakob Warnecke (Potsdam\/Leipzig): Betrieb und Gewerkschaft in der Transformation. Das Fallbeispiel Hennigsdorf<\/p>\n\n\n\n<p><em>12.55 &#8211; 13.05 Uhr Pause<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>13.05 <strong>\u2013<\/strong><\/strong> <strong>13.50 Uhr Vortrag und Diskussion<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>J\u00f6rn-Michael Goll (Leipzig): Die GEW im Einheits- und Transformationsprozess<\/p>\n\n\n\n<p><strong>13.50 <strong>\u2013<\/strong><\/strong> <strong>14.15 Uhr Abschlussdiskussion<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Eine Veranstaltung von<\/h4>\n\n\n\n<table style=\"border-style:hidden; width:75%\"><tr><td style=\"width:50%\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.heimat-und-transformation.de\/cms\/wp-content\/uploads\/uni_leipzig_logo_v2.png\" alt=\"\"\/><figcaption>Universit\u00e4t Leipzig, Historisches Seminar<\/figcaption><\/td><td style=\"width:50%\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.heimat-und-transformation.de\/cms\/wp-content\/uploads\/Logo_final-1.png\" alt=\"\" height=\"142\" width=\"160\"\/><figcaption>Leipziger Institut f\u00fcr Heimat- und Transformationsforschung<\/figcaption><\/td><\/tr>\n<tr><td><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.heimat-und-transformation.de\/cms\/wp-content\/uploads\/jsg.png\"><\/td><\/tr>\n\n<\/table>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Transformation von unten. 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